"Meine Katze weckt mich"

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Aufmerksamkeitsforderndes Verhalten

Setzt deine Katze bestimmte Verhaltensweisen ein, um deine Aufmerksamkeit zu erregen? Vor allem Wohnungskatzen, bei denen Abwechslung eng mit dem Besitzer verbunden ist, setzen einige Verhaltensweisen ein damit sich der Halter mit ihnen beschäftigt. Sie streichen um die Beine, geben Köpfchen, springen auf den Schoß, werfen Sachen runter, kratzen an Möbeln oder Wänden, miauen lauthals oder greifen spielerisch an. 

Ursachen für aufmerksamkeitsfordendes Verhalten

Spielen, Fressen, Schmusen - fast alles im Tagesablauf von Wohnungskatzen geht vom Besitzer aus. Katzen lernen schnell, wie sie Abwechslung, Beschäftigung und Aufmerksamkeit von ihren Menschen bekommen können. Meist entwickeln sich Rituale in der Katze-Mensch-Beziehung. Eine Reaktion des Menschen auf eine bestimme Verhaltensweise der Katze wird von ihr als positiv empfunden. Sie wird dieses Verhalten als Kontaktaufnahme benutzen. Selbst negative Aufmerksamkeit, wie die Katze aufzuheben und wegzutragen, ist Aufmerksamkeit.

 

Wenn die Katzen tagsüber wenig beschäftigt werden nachts aktiv, miauen, kratzen an der Tür oder jagen sich durch die Wohnung. Katzen sind nämlich eigentlich dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Normalerweise passen sich Hauskatzen dem Tagesrhythmus ihrer Menschen an. Haben die Halter tagsüber wenig Zeit mit der Katze verbracht, sucht sie nachts Kontakt. Sie kratzt an der Schlafzimmertür, springt aufs Bett oder miaut lauthals. 

Kann man das nächtliche Wecken abtrainieren?

Wenn das aufmerksamkeitsfordernde Verhalten ein Problem für den Halter darstellt, lohnt es sich Hilfe von einem Katzenpsychologen zu holen. Die Therapie besteht aus der Löschung des unerwünschten Verhaltens und Tipps zur katzengerechten Beschäftigung. Da das Verhalten am Anfang der Behandlung verstärkt gezeigt wird, geben die meisten Katzenhalter zu früh auf. Es erfordert viel Geduld und die konsequente Einhaltung der Therapiemaßnahmen, um ein verankertes Verhalten abzutrainieren. Aber es lohnt sich!