"Meine Katze hat Angst"

Was ist Angst?

Wenn deine Katze Angst hat, erlebt sie einen negativen Gefühlszustand. Angst ist eine emotionale Bewertung von Reizen, die dazu dient Gefahren und Schmerzen zu vermeiden. Du kannst einige körperliche Reaktionen beobachten wie schnellere Atmung, Herzklopfen, Zittern,  Speicheln oder Urinieren. Eine ängstliche Katze versteckt sich oft und traut sich nur nachts raus. Eine Katze, die Angst hat kann mit aggressivem Verhalten reagieren. 

Ursachen von Angst bei Katzen

Angst durch mangelnde Sozialisation oder schlechte Erfahrungen

Werden junge Kätzchen nicht an Menschen, andere Katzen, Geräusche oder eine bestimmte häusliche Umgebung gewöhnt, werden sie auch als ausgewachsene Katzen Angst vor bestimmten Menschen oder Situationen zeigen. Vor allem freilebende Katzen oder Bauernhofkätzchen reagieren ängstlich, wenn Sie in die Nähe von Menschen gebracht werden. Man kann diese Katzen zwar die Eingewöhnung in einem neuen Zuhause erleichtern, sie wird aber höchstwahrscheinlich zeitlebens eine scheue Katze bleiben. 

Hat die Katze schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, brauchen viele positive Erlebnisse. Bei fremden Menschen wird die Katze immer vorsichtig sein und sich bei Besuch verstecken. Aber selbst vertraute Menschen können der scheuen Katze unheimlich werden, wenn sie sich zu schnell bewegen oder zu laut werden. Deshalb gilt es einige Regeln zu beachten, um der ängstlichen Katze das Zusammenleben mit Menschen zu erleichtern. Manche Halter überschreiten aus Versehen die Grenzen ihrer Katze, was dazu führt, dass die Katze Angst vor bestimmten Familienmitgliedern entwickelt. 

Angst durch sozialen Stress mit anderen Katzen

Katzenpersönlichkeiten sind sehr unterschiedlich. Es gibt aktive und selbstbewusste Katzen und schüchterne Charaktere. Häufig sind Kater dominant und Katzen, die im selben Haushalt leben, zeigen Angstreaktionen auf die Spielversuche des Katers. Werden Katzen in ihrem Zuhause immer wieder angegriffen, werden sie immer passiver. Die Belagerungen verschlimmern sich und können in einer Aggressionsspirale enden. Die passive Katze erlebt Dauerstress. Freigänger könnten abwandern und  Wohnungskatzen mit Verhaltensauffälligkeiten reagieren. 

Angst durch Veränderungen im Lebensraum der Katze

Katzen mögen geregelte Abläufe und hängen sehr an der gewohnten Umgebung. Sie können sensibel auf Veränderungen in ihrem Lebensraum reagieren. Was als große Veränderung empfunden wird, ist von Katze zu Katze verschieden. Für manche ist es ein Umzu oder die Vergesellschaftung mit einer neuen Katze. Bei anderen reicht schon ein neues Möbelstück aus. Wohnungskatzen reagieren häufiger mit Angst auf Veränderungen ihrer Lebensstruktur. Bereits kleine Veränderungen können ausreichen, um bei sensiblen Katzen ein psychisches Ungleichgewicht auszulösen.

Wann muss man ängstliche Katzen behandeln?

Wenn deine Katze nur vor bestimmten Reizen Angst hat (Staubsauger, Besuch oder laute Geräusche) und sich ansonsten wohl fühlt, kannst du ihr genug Versteckmöglichkeiten anbieten. So kann sie sich zurückziehen und selbst entscheiden, wann sie sich sicher genug fühlt, um wieder rauszukommen. 

Zeigt sie allerdings ständig Symptome wie Unruhe, Schreckhaftigkeit, Urinmarkieren, übermäßige oder keine Körperpflege sowie aggressives Verhalten, sollte ihr geholfen werden. Wenn du eine sensible oder scheue Katze besitzt solltest du sie bei Veränderungen in ihrem Leben unterstützen. Vor allem wenn ein Umzug ansteht, eine neue Katze ins Haus kommt oder eine Renovierung ansteht. Angehende Katzenhalter sollten sich informieren, wie sie ihrem neuen Haustier die Eingewöhnung erleichtern können. 

 

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Hilfe eines Tierverhaltenstherapeuten benötigst, kannst du jederzeit kostenlos die Meinung unserer Katzenpsychologin anfragen. 

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