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"Cat Tracker" Studie enthüllt Wege von Freigänger-Katzen

Fast tausend Katzen aus vier Ländern trugen eine Woche lang einen GPS-Tracker.



Das Ziel des großen internationalen "Cat Tracker"-Projekts war einfach: herausfinden, wohin Haustierkatzen gehen, wenn sie draußen sind. Denn es ist wichtig zu verstehen, wohin Freigänger-Katzen gehen, um sie und die einheimische Tierwelt zu schützen. Forscher haben in der Vergangenheit versucht, diese Frage zu beantworten, indem sie entweder Katzen zu Fuß verfolgten oder indem sie Funksender an Halsbändern anbrachten. "Cat Tracker" war aber in seiner Größenordnung einzigartig - fast tausend Katzen aus vier Ländern trugen eine Woche lang GPS-Tracker, um zu ihre Bewegungen zu messen.


Der Bericht, den das "Cat Tracker" Team über Kontinente hinweg zusammengestellt hat, wurde in der Zeitschrift "Animal Conservation" veröffentlicht. Das Ergebnis: die meisten Katzen haben sich in einem Umkreis von etwa 100 m um ihr Zuhause bewegt. Obwohl es eine gute Nachricht ist, dass der Großteil der Katzen nicht in natürliche Gebiete wandern, hat die Studie gezeigt, dass Hauskatzen trotzdem ökologisches Chaos verursachen und sich selbst in Gefahr bringen können.


Große und kleine Reisen


Katniss Everdeen - eine langhaarige, blauäugige, einjährige Katze aus Durham, North Carolina - war eine typische Teilnehmerin. Wie die meisten Katzen der Studie blieb sie hauptsächlich in der Nähe ihres Hauses und auf dem Waldgrundstück dahinter. Sie machte jedoch mehrere Besuche in den Apartmentkomplexen auf beiden Seiten des Hauses und überquerte dreimal die zweispurige Straße vor ihrem Haus. Einmal lief sie knapp 140 m zu einem Industrieparkplatz. Das an ihrem Gurt angebrachte GPS-Gerät zeichnete alle drei Minuten ihren Standort auf und enthüllte eine Reichweite von etwa 16.000 m².


Katniss wanderte tatsächlich etwas mehr als die meisten anderen. Mehr als die Hälfte der Katzen blieb auf einer Fläche von etwa 10.000 m².


Das heißt jedoch nicht, dass alle Katzen Faulenzer waren. Sieben Prozent der teilnehmenden Katzen liefen mehr als 100.000 m² ab und mehrere Katzen hatten enorme Reichweiten. Die Rekordhalterin war Penny, eine junge Katze aus den Vororten von Wellington, Neuseeland, die über die Hügel hinter ihrem Haus streifte und eine Fläche von mehr als 7,7 km² bedeckte.


Ein weiteres Highlight war ein kastrierter Kater aus Südwestengland, dessen Streifzüge anders waren als bei jeder anderen Katze in der Studie. Max ging die Straße vom Dorf St. Newlyn East nach Trevilson, eine Entfernung von mehr als 1,6 km drehte sich dann um und ging zurück. Warum er diese Rundreise in den sechs Tagen, in denen er verfolgt wurde, zweimal gemacht hat, ist unbekannt.


Ungeachtet dieser unerschrockenen Entdecker hat die Mehrheit der Hauskatzen ein weitaus kleineres Heimatgebiet als Wildkatzen oder Wildarten wie Ozelots, so die Studie. Die Erklärung liegt auf der Hand: Haustiere werden zu Hause gefüttert und müssen nicht weit und breit erkunden, um ihre nächste Mahlzeit zu finden. Außerdem sind die meisten Haustiere kastriert, sodass kein Drang besteht, nach einem Partner zu suchen.


Die Forscher erwarteten Unterschiede in den Wegen von Katzen in den verschiedenen Ländern. In den USA beispielsweise könnte das weit verbreitete Auftreten von Kojoten Katzen daran hindern, sich weit vom sicheren Zuhause zu entfernen, vermuteten sie. Tatsächlich blieben Katzen im Allgemeinen überall in der Nähe ihres Zuhauses, obwohl die Reichweite australischer Katzen geringer war als anderswo.


Weitere Ergebnisse der Studie sind, dass Männchen häufiger streunern als Weibchen, unkastrierte Katzen mehr als kastrierte, jüngere Katzen mehr als ältere und Landkatzen mehr als Stadtkatzen.


Jäger auf der Suche?


In den letzten Jahren hat die Besorgnis über den Schaden, den Katzen an Populationen von Reptilien, Vögeln und anderen Wildtieren zufügen, zugenommen. GPS-Daten sind daher nützlich, indem sie nicht nur zeigen, wie weit Katzen wandern, sondern auch, welche Orte sie besuchen. In allen Ländern verbrachten drei Viertel der Katzen fast ihre gesamte Zeit in Hinterhöfen und anderen vom Menschen veränderten Orten. Auf den ersten Blick scheint dies eine gute Nachricht zu sein - wie viel Ärger kann eine Katze inmitten der Terrasse und der Blumenbeete bekommen? Die Studie weist jedoch darauf hin, dass Katzen durch die Konzentration ihrer Jagd auf ein begrenztes Gebiet einen übergroßen Effekt auf die lokale Wildtierpopulation haben können. Und angesichts der immensen Anzahl von Hauskatzen können diese lokalen Auswirkungen zu einer enormen Gesamtwirkung führen.

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