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Wie kannst du die Bindung zu deiner Katze verbessern?

Ein Team von Psychologen an den Universitäten von Sussex und Portsmouth hat Experimente durchgeführt, um die Bedeutung des langsamen Blinzelns in der Katze-Mensch-Kommunikation zu untersuchen.

Die neue Studie "The role of cat eye narrowing movements in cat-human communication", die online im Nature-Journal Scientific Reports veröffentlicht wurde, hat zum ersten Mal gezeigt, dass es möglich ist, eine Beziehung zu einer Katze aufzubauen, indem man eine bestimmte Blinzeltechnik mit ihr anwendet.


Diese Augenbewegung durch den Menschen erzeugt etwas, das im Volksmund als Katzenlächeln bekannt ist - das so genannte "langsame Blinzeln" - und scheint den Menschen für die Katze attraktiver zu machen. Die Augenverengungsbewegungen bei Katzen haben einige Parallelen zum echten Lächeln beim Menschen (dem Duchenne-Lächeln), sowie zu Augenverengungs-bewegungen, die in positiven Situationen bei einigen anderen Spezies auftreten.


Das Team unter der Leitung von Dr. Tasmin Humphrey und Professor Karen McComb, Tierverhaltenswissenschaftler an der Universität von Sussex, führte zwei Experimente durch.


Die Experimente


Das erste Experiment umfasste insgesamt 21 Katzen aus 14 verschiedenen Haushalten. Vierzehn verschiedene Besitzer nahmen an Experiment 1 teil. Zehn der Katzen waren männlich und 11 der Katzen waren weiblich, wobei das Alter der Katzen von schätzungsweise 0,45 bis 16 Jahren reichte. Die Experimente fanden in der Wohnung der jeweiligen Katze statt. Der Psychologe wies den Besitzer der Katze an, wie er das Blinzeln verlangsamen kann. Sobald sich die Katze an einem Ort niedergelassen hatte, bat der Psychologe den Besitzer, sich ca. 1 m von der Katze entfernt hinzusetzen.


Experiment 2 umfasste insgesamt 24 weitere Katzen. Zwölf Katzen waren männlich und 12 Katzen waren weiblich, wobei das Alter der Katzen von schätzungsweise 1-17 Jahren reichte. Die Katzen, die in die endgültigen Analysen einbezogen wurden, stammten aus acht verschiedenen Haushalten. In diesem Experiment blinzelte der Forscher, der mit der Katze nicht vertraut war, die Katze entweder langsam an oder nahm ein neutrales Gesicht ohne direkten Augenkontakt ein. In diesem Experiment wurde auch getestet, in welchem Kontext sich die Katzen bevorzugt dem unbekannten Experimentator näherten, indem dieser der Katze eine flache Hand mit der Handfläche nach oben anbot, während sie der Katze direkt gegenüber saß oder hockte. Beide Experimente wurden auf Video aufgezeichnet.



Studienergebnisse


Insgesamt zeigt die Studie, dass diese langsame Blinzeltechnik eine Form der positiven Kommunikation zwischen Katzen und Menschen darstellen kann.


  • Katzen blinzelten ihre Besitzer eher an, wenn diese sie langsam angeblinzelt hatten, als wenn der Besitzer im Raum anwesend war, aber keinen Anreiz zum langsamen Blinzeln lieferte.

  • Katzen blinzelten eher wenn ein unbekannter Versuchsleiter sie langsam anblinzelte, als wenn dieser einen neutralen Ausdruck beibehielt.

  • Katzen näherten sich lieber einem Experimentator, nachdem dieser die Katze langsam angeblinzelt hatte, als wenn sie einen neutralen Ausdruck beibehalten hatten.

Professor Karen McComb von der School of Psychology an der University of Sussex, die die Arbeit betreute, sagte: "Als jemand, der sowohl Tierverhalten studiert hat als auch Katzenbesitzer ist, ist es großartig zeigen zu können, dass Katzen und Menschen auf diese Weise kommunizieren können. Es ist etwas, das viele Katzenbesitzer bereits vermutet hatten, daher ist es aufregend, Beweise dafür gefunden zu haben."


"Diese Studie ist die erste, die experimentell die Rolle des langsamen Blinzelns in der Katze-Mensch-Kommunikation untersucht. Und es ist etwas, das Sie selbst mit Ihrer eigenen Katze zu Hause ausprobieren können, oder mit Katzen, die Sie auf der Straße treffen. Es ist eine großartige Möglichkeit, die Bindung zwischen Ihnen und Ihren Katzen zu verstärken. Versuchen Sie, Ihre Augen wie bei einem entspannten Lächeln auf sie zu richten, und schließen Sie dann Ihre Augen für ein paar Sekunden. Sie werden feststellen, dass sie selbst auf die gleiche Weise reagieren und Sie können eine Art Gespräch beginnen."


Dr. Tasmin Humphrey, während der Arbeit Doktorandin an der School of Psychology an der University of Sussex, war die Erstautorin der Studie. Sie sagte: "Das Verständnis der positiven Art und Weise, wie Katzen und Menschen interagieren, kann das Verständnis der Öffentlichkeit für Katzen verbessern, das Wohlergehen von Katzen verbessern und uns mehr über die sozio-kognitiven Fähigkeiten dieser wenig untersuchten Spezies sagen."


"Unsere Ergebnisse könnten potenziell genutzt werden, um das Wohlergehen von Katzen in einer Vielzahl von Umgebungen zu beurteilen, einschließlich Tierarztpraxen und Tierheimen."


"In Bezug auf die Frage, warum sich Katzen auf diese Weise verhalten, könnte man argumentieren, dass Katzen das langsame Blinzelverhalten entwickelt haben, weil Menschen langsames Blinzeln als positiv wahrgenommen haben. Katzen könnten gelernt haben, dass der Mensch sie für die Reaktion auf langsames Blinzeln belohnt. Es ist auch möglich, dass das langsame Blinzeln bei Katzen als eine Möglichkeit begann, ein ununterbrochenes Starren zu unterbrechen, das in einer sozialen Interaktion potenziell bedrohlich ist."


Dr. Leanne Proops von der University of Portsmouth, die die Arbeit mitbetreut hat, sagte: "Es ist definitiv nicht einfach, natürliches Katzenverhalten zu studieren, daher bieten diese Ergebnisse einen seltenen Einblick in die Welt der Katze-Mensch-Kommunikation."

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